München - Robert S. (44) trauert um seine Hündin Sophie. Ein Jäger hat sie in der Dunkelheit vor den Augen des Herrchens erschossen. Zuvor hatte er eine unheimliche Begegnung.

© Kurzendörfer
Robert S. mit Hündin Lisa (13) an den Sollner Pferdekoppeln
Immer wenn in der Zeitung stand, dass Jäger einen Hund erschossen, dachte der Sollner Kfz-Mechaniker und Hundebesitzer Robert S. (44) darüber nach, wie schlimm das sein müsste für die Besitzer. Seit Sonntag weiß er, wie schlimm das wirklich ist: Keine zehn Meter von ihm entfernt erschossen Jäger in völliger Dunkelheit seine Mischlingshündin Sophie. Wohlgemerkt nicht im Wald, sondern am Sollner Reitverein Corona, nahe der ersten Wohnhäuser an der Muttenthalerstraße.
Die Hündinnen Sophie (9) und Lisa (13) hat Robert S. in Griechenland gerettet: „Sophie kam als Welpe zu mir, Lisa war mal ein Kettenhund.“ Beide dankten ihm mit bedingungsloser Freundschaft – wie es eben nur die Tiere können. Am Sonntag – es war der Vorabend von Roberts 44. Geburtstag – lief er mit den beiden um 21.15 Uhr noch eine Abendrunde an den Pferdekoppeln.
Robert S. ließ sie röntgen. Schrotkugeln hatten den Knochen ihrer linken Vorderpfote abgetrennt, ihr Hundegesicht perforiert, innere Organe zerfetzt. Die treue Hündin starb einen qualvollen Tod. Und Robert S. ist unendlich traurig: „Sie war ein Familienmitglied. Sie fehlt mir so.“
Er meldete den Vorfall der Polizei und lässt über seinen Anwalt klären, ob die (namentlich bekannten) Jäger straf- beziehungsweise zivilrechtlich zur Verantwortung gezogen werden können: „Wie konnten sie schießen, obwohl sie genau wussten, dass ich in der Nähe war?“ Zudem sind dort am Ortsrand abends oft Jogger, Spaziergänger und Radfahrer unterwegs. Auch der Tierschutzverein München wird Anzeige erstatten.
Dorita Plange
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