Neufahrn - Nach Hygienemängeln steht die Produktion bei der Bäckereikette Müller-Brot in Neufahrn bei Freising weiter still. Große Mengen an Lebensmitteln müssen entsorgt werden. Die Ursache der Verschmutzung steht offenbar fest.

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Nach Hygienemängeln steht die Produktion bei der Bäckereikette Müller-Brot in Neufahrn bei Freising weiter still. Große Mengen an Lebensmitteln müssen entsorgt werden.
Entgegen der Sprachregelung vom Mittwoch, nach dem der Produktions-Stopp bei Müller-Brot freiwillig geschehen sei, ist nun in der Pressemitteilung davon keine Rede mehr. „Es wurde in Absprache mit dem Betrieb ein vorübergehender vollständiger Produktions-Stopp veranlasst“, sagt Anita Fußeder, Sprecherin des Landratsamts Freising.
Wann die Lebensmittelkontrolleure grünes Licht für die Wiederaufnahme des Betriebs geben, ließ die Behörde offen. „Die Probleme bei der Grundhygiene werden behoben. Der Betrieb kann aber erst wieder aufgenommen werden, wenn die Hygiene-Standards einwandfrei sind“, so Fußeder.
Davon ist man offenbar weit entfernt. „Bei der letzten Kontrolle am 30. Januar sind Schädlinge in erheblichem Umfang in den Betriebsräumen und starke Verschmutzungen bei den für die Lebensmittelherstellung eingesetzten Geräten festgestellt worden“, heißt es aus dem Landratsamt. „Eine Lösung der Schädlingsproblematik kann nur durch grundlegende Sanierungsmaßnahmen im Betrieb erfolgreich erreicht werden.“
Müller-Brot backt täglich eine Million Semmeln und Brezen sowie bis zu 70 000 Brote. Aber unter welchen Bedingungen? „Das war klassische Ekelerregung“, sagt Michael Förtsch, Vorsitzender des Landesverbands der Lebensmittelkontrolleure. „Das Ungeziefer ist genauso ekelhaft wie z.B. Mäusekot in der Semmel.“
Nach Angaben der "Bild-Zeitung" ermittelt die Staatsanwaltschaft Landshut "wegen mehrerer Verstöße gegen das Lebensmittel - und Futtermittelgesetz". Nach Bild-Informationen wird seit Mitte 2011 gegen 5 Personen ermittelt.
S. Sasse, J. Mell
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