Neufahrn - Die Regale in den Münchner Filialen von Müller-Brot sind immernoch gut gefüllt, und das trotz des Produktionsstopps. Der Grund: Die Hofpfisterei hilft aus, allerdings sind die Brote bei Müller teurer.

© Unfried
Ökobäcker hilft Massenbäcker: In den Filialen von Hofpfisterei und Müller gibt es jetzt das selbe Brot
Und nicht nur das: Die Hofpfisterei liefert nach tz-Recherchen offenbar auch süße Teilchen und frischen Kuchen wie Donauwelle an den Konkurrenten! In den Regalen liegen beispielsweise Pfister Öko-Bauernlaibe samt Etikett. Von der Form her schauen sie fast so aus wie die Müller-Marke Mühlbacher Bauernbrot. Das Pfisterbrot wird allerdings teurer verkauft als in den Filialen der Hofpfisterei: 500 Gramm kosten 3,90 Euro, bei Pfister bekommt man das halbe Kilo für 3,40 Euro.
„Wir haben beschlossen, dass wir helfen“, sagt Friedbert Förster, Marketingleiter der Hofpfisterei. „Wir haben uns überlegt, dass wir ja auch auf Hilfe angewiesen wären, wenn es bei uns mal brennen sollte.“ Von Hygienemängeln war am Dienstagabend in dem Gespräch indes nicht die Rede gewesen. Auch in der Hofpfisterei erfuhr man dies erst einen Tag später aus den Medien. „Wir werden trotzdem weiter bis Samstag unsere Waren an Müller liefern. Wir halten unsere Versprechen“, heißt es von der Hofpfisterei.
In den Filialen in München schwankt die Stimmung bei den Verkäuferinnen von gelassen bis beunruhigt. „Ich habe nicht das Gefühl, dass wir weniger Umsatz machen“, sagte ein Angestellter. „Unsere Stammkunden kommen.“ Brot ginge sowieso nicht gut – auch vor dem Produktions-Stopp nicht.
S. Sasse, J. Mell
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