München - Gähnende Leere in den Regalen! Müller-Brot-Kunden rieben sich am Mittwoch verwundert die Augen: In vielen der rund 260 Filialen der Großbäckerei sah es schon morgens um acht Uhr aus wie sonst kurz vor Ladenschluss.

© Rainer Lehmann
Das Verkaufspersonal hatte weder Brot noch Kuchen und oft auch keine frischen Faschingskrapfen im Angebot. „Es gab einen Brand in unserer Zentrale in Neufahrn“, hieß es. Doch dann sickert durch: Das Unternehmen hat die Produktion gestoppt – wegen Hygieneproblemen!
Laut tz-Infos soll sogar eine Spezialeinheit des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit aus Augsburg für Proben hinzugezogen worden sein. In einer Presseerklärung räumt das Unternehmen die Mängel ein und verspricht, dass man die „Empfehlungen“ der Kontrolleure sehr ernst nehme. Die Großbäckerei führt ferner eine „Wartung nach Schwelbrand in der Zentralsteuerung“ an, machte aber dazu keine näheren Angaben. Allerdings wussten weder Feuerwehr noch Polizei auf tz-Anfrage von einem Brand.
Von Behördenseite gab es zur Länge des Produktionsstopps keine Aussage: „Fest steht, dass es erst wieder losgeht, wenn alles 100-prozentig in Ordnung ist. Und das werden unsere Kontrolleure prüfen.“ Laut Müller-Brot gab es „für den Verbraucher zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung“.
WDP, PW, DOS
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