München - Nach wochenlangen Castings geht es bei Deutschland sucht den Superstar ab Mittwoch in den Recalls um alles. Quoten, Jury, Kandidaten: Die tz zieht ein erstes Fazit zur aktuellen Staffel.

© Alle Infos zu "Deutschland sucht den Superstar" im Special bei RTL.de: http://www.rtl.de/cms/sendungen/superstar.html
Menderes tauchte bisher in jeder (!) Staffel von „DSDS“ auf. Heuer hatte er sich weibliche Unterstützung mitgebracht – es hat ihm geholfen
Langsam wird es spannend – nach wochenlangen Castings geht es bei Deutschland sucht den Superstar ab Mittwoch um alles: Die letzten Plätze für den Recall werden vergeben. Nach der Sendung am Samstag wird feststehen, welche 35 Kandidaten es in die erste „Finalrunde“ geschafft haben, die dann wieder auf den Malediven stattfindet.
Grund genug, eine erste Bilanz zu ziehen. Wie gut und wie erfolgreich ist die 9. Staffel von Deutschland sucht den Superstar?
Dieter Bohlen war immer der eigentliche Star der Sendung. In der aktuellen Staffel allerdings hat man das Gefühl, dass er auch nicht mehr den Biss der vergangenen Jahre hat. Er ist „milder“ als sonst, haut nicht mehr die ganz großen Beleidigungen raus. Aber – seien wir ehrlich – genau die fiesen Sprüche waren für viele Fans der Grund, die Show einzuschalten. Der 57-Jährige wirkt insgesamt castingmüde.
Bruce Darnell macht als Jury-Kollege von Bohlen genau das, was von ihm erwartet wird: Er heult, wenn der Auftritt eines Kandidaten auch nur den allerkleinsten Funken Emotionalität versprüht – und wird dabei immer mehr zur Karikatur seiner selbst. Obwohl Leute aus seinem Umfeld versichern, dass Bruce auch privat genau so ist wie im Fernsehen, wirkt er unglaubwürdig.
Natalie Horler hingegen erweist sich als Gewinn für die Show. Sie ist nicht nur die „gute Freundin“ der Kandidaten, wie es vielleicht Nina Eichinger war. Sie äußert kluge und konstruktive Kritik.
Am Konzept der Show ist nicht gefeilt worden. RTL vertraut auf die Mischung aus schrägen Kandidaten, die sich freiwillig oder unfreiwillig zum Gespött machen, und auf einzelne Glanzlichter, die mit Stimme und Performance überzeugen. Heuer gibt es allerdings keine Extreme – weder in die eine noch in die andere Richtung. Es gab bislang keine Kandidaten, die das Mitleid der Nation auf sich gezogen hätten, noch ist ein Kandidat aufgefallen, der zum Niederknien gut gewesen wäre.
Alles in allem plätschert DSDS im Moment so vor sich hin, es ist eine Show ohne erkennbaren Superstar. Vielleicht springt der Funke in den Live-Shows über (ab 25. Februar). Zur Erinnerung: 2002, als nur vier Millionen die Castings sehen wollten, schalteten zwölf Millionen das Finale ein …
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