Miesbach - Wiederholt sich die Geschichte? Vom Raubtier, das einwandert und hier alles auf den Kopf stellt? Vier Jahre nach dem traurigen Ende von Braunbär Bruno könnte es erneut für einen „Beutegreifer“ eng werden.

© AP
Ein Jäger sah den Wolf (Symbolfoto)
Jäger im Kreis Miesbach berichten in Schreiben ans Landratsamt von ihren Sorgen wegen des Wolfs, der zwischen Sudelfeld und Tirol streunt und mehr und mehr Beute reißt. So meint Waldemar Ziegler, Leiter der Hochwild-Hegegemeinschaft im Kreis Miesbach, in seinem Brief: „Was in den Weiten Russlands, in den Wäldern der Karpaten … ganz natürlich ist, ist in unserem dicht besiedelten Oberbayern ein Problem.“ Problem – da ist es, das Wort, das Braunbär Bruno mit den Kopf kostete.
Unterstützung erfährt Ziegler von Jäger Bernhard Greinsberger, den es am 29. Juli um 6 Uhr in der Früh vergönnt war, den Wolf leibhaftig zu sehen: „Die Situation spitzt sich zu.“ Greinsberger erblickte das Tier – „ein großes, graues“ – laut Miesbacher Merkur an der Krottentaler Alm im Rotwandgebiet. Nicht weit weg von dem Ort, an dem Bär Bruno starb.
Dass der Wolf dieses Schicksal teilt, ist fraglich: Er steht unter Naturschutz. Sein Waidmannsheil.
tt/mc
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