Superbanner

Wolf soll "Problem" sein

Jäger befürchten Eingriff in heimische Natur:

Wolf soll "Problem" sein

Miesbach - Wiederholt sich die Geschichte? Vom Raubtier, das einwandert und hier alles auf den Kopf stellt? Vier Jahre nach dem traurigen Ende von Braunbär Bruno könnte es erneut für einen „Beutegreifer“ eng werden.

© AP

Ein Jäger sah den Wolf (Symbolfoto)

Jäger im Kreis Miesbach berichten in Schreiben ans Landratsamt von ihren Sorgen wegen des Wolfs, der zwischen Sudelfeld und Tirol streunt und mehr und mehr Beute reißt. So meint Waldemar Ziegler, Leiter der Hochwild-Hegegemeinschaft im Kreis Miesbach, in seinem Brief: „Was in den Weiten Russlands, in den Wäldern der Karpaten … ganz natürlich ist, ist in unserem dicht besiedelten Oberbayern ein Problem.“ Problem – da ist es, das Wort, das Braunbär Bruno mit den Kopf kostete.

Ziegler konkretisiert seine Bedenken. Er habe beobachtet, dass beim Rotwild in den Revieren um Bayrischzell ein Großteil von Alttieren keine Kälber mehr führten. Ein Grund: Jungwild sei leichte Beute für den Wolf. Und während sich das Raubtier im Sommer überwiegend auf Jungwild und Schafe beschränke, reiße der Wolf im Winter auch ausgewachsenes Rotwild. Dies ist im Winter auf Fütterung angewiesen. „Der Wolf als hochintelligenter Beutegreifer lernt sehr schnell, wo er leichte Beute machen kann. Wenn er also an einer Fütterung Beute gemacht hat, ist der Störungseffekt so groß, dass diese zwangsläufig nicht mehr , oder nur unregelmäßig, vom Wild angenommen wird.“ Laut Ziegler mit weiteren Folgen: „Bevor ein Stück verhungert, wird es die letzte Pflanze verbeißen.“ Mehr Probleme: Die Bestandszahlen des Wildes könnten nicht ermittelt werden, eine realistische Abschussplanung sei nicht mehr möglich. Und falls sich ein Rudel Wölfe ansiedeln würde, „müsste das gesamte Jagdsystem geändert werden“.

Unterstützung erfährt Ziegler von Jäger Bernhard Greinsberger, den es am 29. Juli um 6 Uhr in der Früh vergönnt war, den Wolf leibhaftig zu sehen: „Die Situation spitzt sich zu.“ Greinsberger erblickte das Tier – „ein großes, graues“ – laut Miesbacher Merkur an der Krottentaler Alm im Rotwandgebiet. Nicht weit weg von dem Ort, an dem Bär Bruno starb.

Dass der Wolf dieses Schicksal teilt, ist fraglich: Er steht unter Naturschutz. Sein Waidmannsheil.

tt/mc

zurück zur Übersicht: Bayern

Kommentare

Aktuelle Fotostrecken

Bilder: 18-Jähriger bei Unfall schwer verletzt

weitere Fotostrecken:
Brand Vilsbiburg

Wetter für München und Bayern

Kleinanzeigen

markt.de(gesamt: 2614060)
stellenanzeigen.de(gesamt: 10743)
immowelt.de(gesamt: 1200000)
autoanzeigen.de

Beruf und Karriere

Zwei von fünf schließen Studium in Regelstudienzeit ab

Zwei von fünf Studenten werden rechtzeitig fertig

Wiesbaden - Zwei von fünf Studenten haben ihr Studium 2010 innerhalb der Regelstudienzeit abgeschlossen. Insgesamt 309 200 Studenten beendeten ein Erst-, Zweit- oder Masterstudium, davon 39 Prozent in der Regelstudienzeit.Mehr...

Artikel aus München:

Unbekannte versenken Auto in See

Unbekannte versenken Wasserwacht-Auto in See

München - Unbekannte haben während des Spiels ein Wasserwacht-Auto im Lerchenauer See versenkt. Die Polizei sucht Zeugen.Mehr...

Nach Stromschlag auf S-Bahn: 17-Jähriger in kritischem Zustand

Nach Stromschlag auf S-Bahn: 17-Jähriger in kritischem Zustand

Ebersberg - Nachdem er auf einer S-Bahn durch einen Stromschlag schwerst verletzt wurde, befindet sich ein 17-Jähriger weiter in kritischem Zustand.Mehr...

Facebook 'Like Box' wird geladen... Inhalt wird geladen - Downloadanzeige

http://www.facebook.com/tzmuenchen300truefalsefalse

Artikel lizenziert durch © tz-online
Weitere Lizenzierungen exklusiv über http://www.tz-online.de

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

  • recommendbutton_count100
Schließen

Druckvorschau

Artikel:

Schließen

Artikel Empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.

SkyScraper