114.05.10|Bayern|28 Kommentare
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Bayrischzell - In Geitau bei Bayrischzell soll ein Wolf vier Schafe gerissen haben. Ob es noch mehr Wölfe im Gebiet gibt, ist zur Zeit ungewiss. Ein Zirkus wie bei Braunbär Bruno soll aber nicht entstehen.

© dpa
Der Wolf wandert derzeit zwischen Spitzingsee und dem Tatzlwurm.
Eine Expertengruppe hatte von den Schaf-Kadavern Speichelproben entnommen. Wie das Landesamt für Umwelt (LfU) mitteilte, werden die Ergebnisse aber frühestens Mitte Juni erwartet.
Dann wird auch feststehen, ob es sich bei dem Angreifer in Geitau um das gleiche Tier handelt, das bereits um Weihnachten im Gebiet um Bayrischzell Rotwild gerissen hat. Das Tier ist aus der Schweiz über die Alpen gewandert. Thomas Henschel, Pressesprecher beim LfU: „Wir haben den genetischen Fingerabdruck des Wolfes. Alle Rissbilder in der Region geben Hinweise darauf, dass es sich um das selbe Tier handelt.“
Neben dem Angriff um Weihnachten spricht Henschel von zwei weiteren Vorfällen in der Region in diesem Jahr. Genauer will er sich nicht äußern. Keine Hinweise gäbe es indes darauf, dass es sich um mehrere Wölfe handelt. Ob einer oder mehrere – für Bayrischzells Bürgermeister Helmut Limbrunner ist unterdessen sehr wichtig, dass „hier nicht so ein Zirkus wie beim Bären Bruno entsteht“. Auch Henschel mahnt zur „Unaufgeregtheit“. Und Vogelschützer Kinshofer sagt: „Der Wolf ist äußerst scheu und meidet den Menschen. Die Leute brauchen keine Angst haben, dass da etwas passiert. In der Regel machen sich die Tiere nicht bemerkbar.“
Laut Henschel gilt Bayern als sogenanntes Wolf-Rückkehrland. Dass Wölfe auf der Suche nach einem neuen Revier hier durchziehen, gilt als sicher. Bayern sei für diesen Fall gerüstet.
ska.

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