Regensburg/Leipzig - "Ja, ich habe das getan“, wimmert der 1,90-Meter-Riese zum Prozessauftakt: Sebastian G. (25), der gefürchtete Kofferraum-Vergewaltiger, muss sich seit dieser Woche wegen Geiselnahme, Vergewaltigung und versuchten Mordes vor dem Landgericht Leipzig verantworten.

© dpa
Dem Kofferraum-Vergewaltiger droht lebenslange Haft.
Am Morgen des Heiligabends 2008 hatte er in Regensburg Sara (16) mit einem Messer aufgelauert, sie im Kofferraum seines Opel Astra nach Österreich entführt und dort vergewaltigt. Sie war nicht sein erstes Opfer! Unzählige Kripo-Beamte aus Sachsen, Bayern und Oberösterreich hatten den unheimlichen Serientäter gejagt, nachdem die Parallelen zwischen seinen Taten entdeckt worden waren.
Am 19. Dezember 2008 war er von seinem Wohnort bei Amstetten zu seinen Eltern nach Burgstädt (Sachsen) gefahren. Er hatte Ärger in der Arbeit, war frustriert: „Seit ich nach Österreich gezogen war, hatte ich keine Freunde mehr.“ Er beschloss, sich mit Gewalt das zu holen, was ihm fehlte: Liebe. In der Nacht des 20. Dezember zwang er in Chemnitz die 18-jährige Stefanie in seinen Kofferraum. „Mach alles, was ich sage, sonst schlitz ich dich auf“, drohte er. Die Vergewaltigung misslang indes. Weil Sebastian G. „nicht konnte“. Er warf sein Opfer aus zehn Metern Höhe in eine zwei Grad kalte Mulde. Der Staatsanwalt wirft ihm deshalb versuchten Mord vor. Doch Sebastian G. sagt: „Ich wollte sie nicht umbringen.“
Das Urteil soll am 22. Juni fallen. Dem Kofferraum-Vergewaltiger droht lebenslange Haft.
tz
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