028.02.10|Bayern|
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München/Kreuth - Da war Viktoria Rebensburg ganz schön überrascht: Als sie in München gelandet war und aus dem Terminal kam, empfing sie eine riesige Menschenmenge.

© dpa
Großer Bahnhof für Viktoria Rebensburg.
Triumphal – anders kann man den Empfang nicht bezeichnen, der Viktoria Rebensburg bei ihrer Rückkehr in ihren Geburtsort Tegernsee bereitet wurde. Angeführt von einem Spielmannszug marschierte die Riesenslalom-Olympiasiegerin in das Tegernseer Bräustüberl ein. Und alle jubelten sie. Freunde, Fans, Bekannte, Nachbarn - alle waren sie gekommen, um ihre „Gold-Vicky“ zu feiern.
„Schon am Flughafen waren vier volle Busse mit Fans“, erzählt Angela Hafner, die „die Vicky schon seit Ewigkeiten“ kennt. Der sichtlich stolze Bürgermeister Josef Bierschneider war ob der hunderten versammelten Leute beeindruckt. „Das ist der totale Wahnsinn, was hier los ist. Ich bin ehrlich gesagt selbst überrascht, dass es hier so rundgeht“, sagte er. Mit seinem Lächeln überstrahlte er fast die Olympiasiegerin, die ob der Menschenmenge einen leicht ungläubigen Eindruck machte. Es dauerte, bis sie sich ihren Weg durch die Leute gebahnt hatte und endlich in der urigen Wirtschaft Platz nehmen konnte. Dann gab es für die Gold-Vicky eine wohlverdiente Stärkung. Eingerahmt von ihrer Familie genoss der Riesenslalom-Superstar die bayerischen Spezialitäten. Die hat es in Vancouver wohl nicht gegeben.
Währenddessen gab es im ganzen Gasthaus nur ein Gesprächsthema: „Die Vicky und ihre Goldfahrt.“ Viele Tegernseer hatten das Rennen beim extra eingerichteten Public Viewing in der Hirschbergler Hütten angeschaut. „Da war die Hölle los“, beschreibt Angela die Atmossphäre. „Wir alle haben mitgezittert. Und als dann feststand, dass sie Gold hat, haben wir es so richtig krachen lassen.“
Rudi Wolf, Mitorganistor des Empfangs, ist ein Nachbar von den Rebensburgs. Er erinnert sich noch genau, wie Viktoria ihren unbändigen Ehrgeiz entwickelte. „Die Vicky hat als kleines Kind einmal die Katja Seizinger getroffen und ein Autogramm von ihr bekommen“, erzählt er. „Diese Autogrammkarte hat sie sich in ihr Zimmer gehängt und zu ihren Eltern gesagt: Da oben möchte ich auch mal stehen.“
Dass sie es einmal schafft, hat vielleicht die Experten überrascht, die Leute, die sie ihr ganzes Leben lang kennen, nicht. „Ich habe mit ihr Fußball gespielt und selbst da war sie immer die schnellste“, sagt Michaela. Mit Bier und Partystimmung geht der Abend zu Ende und die Gefeierte selbst sagte nur noch ein Wort: „Danke!“
Sebastian Binder

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