Garmisch-Partenkirchen - Auf diesen Tag hat der Landkreis Garmisch-Partenkirchen lange gewartet: Das Bundesverkehrsministerium hat die Bauarbeiten für den Kramertunnel genehmigt.

So soll der Kramertunnel verlaufen: Der Verlauf der Röhre ist rot markiert.
"Der Kramertunnel kommt", kündigt Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) an. "Heute machen wir den ersten Schritt. Der Weg für die Bauarbeiten am Erkundungsstollen ist frei." Das heißt konkret: Der Tunnel, der als Entlastung für den Ortsteil Garmisch benötigt wird, kann nach jahrelangen Bemühungen gebaut werden.
Eine Woche der Freude für die Menschen im Werdenfelser Land – und all diejeningen, die regelmäßig am Wochenende Richtung Garmisch-Partenkirchen in die Berge fahren.
Nachdem am Mittwoch zunächst neue Pläne für einen weiteren Tunnel zwischen der Autobahn A 95 (München-Garmisch-Partenkirchen) und der geplanten Oberauer Ortsumfahrung bekannt geworden waren (der sogenannte Auerberg-Tunnel), gab es am Freitag Geldsegen für ein jahrzehntelang geplantes Projekt: den Kramertunnel, der im Osten durch den Berg an Garmisch-Partenkirchen vorbeiführt.
Nicht nur die zahlreichen Autofahrer, die in der Vergangenheit auf der B 23 im Stau standen, sind nun erleichtert. Begeistert reagierte auch der Bürgermeister von Garmisch-Partenkirchen, Thomas Schmid, auf die Nachricht.
Auch Hans Sedlmair, Vertreter der Bürgerinitiative „2 Tunnel für Garmisch-Partenkirchen“ jubelte, als er von der neuen Entwicklung hörte.
Landrat Harald Kühn sprach von einem „absoluten Freudentag für den Landkreis“. Im vergangenen Juni erst hatte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof eine Klage des Bund Naturschutz gegen das Bauprojekt abgewiesen.
Die Naturschützer hatten eine 800 Meter längere, unter einer amerikanischen Kaserne verlaufende Trasse verlangt.
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