324.03.09|Bayern|13 Kommentare
|
|Schrift
a /
A||
Schwabach - Auf Drängen örtlicher Politiker soll in Schwabach die Ehrenbürgerschaft von Adolf Hitler widerrufen werden.

Neben dem Nazi-Diktator soll auch dem früheren NS-Gauleiter und Herausgeber des Hetzblatts "Der Stürmer", Julius Streicher, und dem damaligen bayerischen Innenminister Adolf Wagner die Ehrenbürgerwürde aberkannt werden, teilte die Stadt am Dienstag mit. Der Stadtrat werde darüber an diesem Freitag (27. März) entscheiden.
Das Stadtparlament reagierte damit unter anderem auf die Kritik des aus Schwabach stammenden Direktors der Stiftung bayerischer Gedenkstätten, Karl Freller (CSU). Der Widerruf sei allerdings ein rein deklaratorischer Akt, betonte Schwabachs Oberbürgermeister Matthias Thürauf (CSU) in einer Erklärung. "Denn das Ehrenbürgerrecht ist ein höchstpersönliches Recht, das nur lebende Personen innehaben können. Formaljuristisch erlischt die Ehrenbürgerwürde nach dem Tode der geehrten Person." Er verstehe Freller allerdings. Als Direktor der Gedenkstätten-Stiftung habe dieser viel Kontakt mit Opfern des Nationalsozialismus. "Da kann es durchaus befremden, wenn Städte keine offizielle Aberkennung der Ehrenbürgerschaften vorgenommen haben", fügte Thürauf hinzu.

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.