226.03.09|Bayern|78 Kommentare
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Valley - Rund 30 Polizeibeamte haben gestern das Wohnhaus eines 31-jährigen Jägers nach Waffen durchsucht. Die Razzia war laut Landratsamt eine Präventivmaßnahme.

© Andi Leder
Fahrzeuge des SEK stehen auf dem Hof des Jägers.
Rund 30 Polizeibeamte, darunter auch Kräfte des Sondereinsatzkommandos (SEK), haben am Donnerstag ein Haus in Valley nach Waffen durchsucht. Hintergrund: Das Landratsamt Miesbach hatte dem 31-jährigen Jäger, der dort wohnt, kurzfristig aufgefordert, seine Waffen abzugeben. Mitarbeiter des Fachbereichs Öffentliche Sicherheit haben den Bescheid persönlich überbracht – und sicherheitshalber die Polizisten dabei.
Nach Angaben eines Landratsamts-Sprechers besitzt der 31-Jährige insgesamt zwölf Kurz- und Langwafffen, die alle, zum Teil seit zehn Jahren, für die Jagd zugelassen sind.
Vor dem Hintergrund des Amoklaufs von Winnenden habe das Landratsamt sicherheitshalber sofort reagiert und die Herausgabe der Waffen angeordnet. Beim Polizeieinsatz habe sich der Mann kooperativ gezeigt, teilt ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd mit. Aus diesem Grund wurde der 31-Jährige auch nicht festgenommen.
Kurz vor 18 Uhr war die Razzia zu Ende. Ergebnis: Alle zwölf Waffen samt Munition gefunden und beschlagnahmt. Illegale Waffen wurden nicht entdeckt.
Nun hat der Jäger sechs Wochen Zeit, anhand eines ärztlichen Attests zu beweisen, dass er auch in Zukunft Waffen besitzen und mit ihnen umgehen darf.

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