Bayerische Polizei setzt auf Migration

Bella Loreta: So schön ist unsere Polizei

025.05.09|BayernFacebook
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München - „Verhafte mich“, wird sich beim Anblick der schönen Polizeioberwachmeisterin Loreta Semeraro (24) so manch männlicher Bürger in Bayern denken.

© Schlaf

Loreta Semeraro (24) ist seit September 2007 bei der bayerischen Polizei. Innenminister Joachim Herrmann bezeichnete die schöne Italienerin als ein „Musterbeispiel für Integration“.

Die Italienerin ist wohl eine der schönsten Polizistinnen, seitdem es die bayerische Polizei gibt. Und ganz im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen wurde bella Loreta wirklich schon öfter um eine „Verhaftung“ angebettelt. „Flirtversuche dieser Art kommen schon vor“, sagt die 24-Jährige. „Damit gehe ich locker, aber bestimmt um.“

Mit weiblichem Charme, so die Erfahrung der Italienerin, kommt man auch als Polizistin weiter als mit verbissener Strenge. In Konstanz am Bodensee geboren, hat sich Loreta Semeraro als junge Erwachsene entschieden, den italienischen Pass zu behalten. Einer Ausbildung bei der bayerischen Polizei stand das nicht im Weg. Seit 16 Jahren können ausländische Staatsangehörige eine Laufbahn bei der bayerischen Polizei einschlagen.

Was man auch zu Loreta nie sagen sollte

Innenminister Joachim Herrmann ist rückblickend sehr zufrieden mit diesem Schritt und stellte am Montag in München Loreta Semeraro und zwei weitere bayerische Polizisten mit ausländischem Pass als „Musterbeispiele der Integration“ vor. „Junge Menschen mit ausländischen Wurzeln sind eine Bereicherung für die Polizei“, lobte Herrmann. „Sie stärken das Vertrauensverhältnis zur Bevölkerung, helfen bei der professionellen Konfliktlösung, vermitteln zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen und sind eine Garantie für bürgernahe Polizeiarbeit.

Seit 1993 sind 106 Ausländer bei der bayerischen Polizei eingestellt worden. Dabei stellen Türken – gemäß ihrem Anteil an der Bevölkerung – die größte Gruppe. „Voraussetzung für die Einstellung ist, dass ausländische Bewerber die Kriterien komplett erfüllen, eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis vorliegt und die deutsche sowie ihre Muttersprache in Wort und Schrift beherrschen. Gleiches gilt übrigens für die vielen Polizisten mit Migrationshintergrund und deutschem Pass. Bürger und Polizisten – beide profitieren vom Multi-Kulti-Trend der bayerischen Polizei: „Mir hat es nie an Selbstbewusstsein gefehlt – aber seitdem ich Polizistin bin, stehe ich noch fester im Leben“, sagt Loreta Semeraro , die zurzeit in Lindau am Bodensee ihren Dienst tut. „Ich darf als Italienerin in Deutschland eine Waffe führen, das ist doch was, oder?“

tz

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