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Tierquäler steckt Xaver in den Backofen

Kaufbeuren: Kater überlebt 250-Grad-Folter mit üblen Verbrennungen

Tierquäler steckt Xaver in den Backofen

Kaufbeuren - Tolgar O. ist einer jener Menschen, die anderen gerne Schmerzen zufügen – und grinsend zuschauen.

Armer Xaver: Ein Tierquäler steckte den Kater in einen heißen Ofen.

© privat

Armer Xaver: Ein Tierquäler steckte den Kater in einen heißen Ofen.

Der 22-Jährige ist bereits mehrfach wegen Körperverletzungen verurteilt. Jetzt ermittelt die Polizei auch noch wegen Tierquälerei gegen ihn: Der Kaufbeurer hat einen Kater in den Backofen gesteckt – bei 250 Grad.

Nadine K. (21) kann immer noch nicht fassen, was mit ihrem Liebling passiert ist. Die junge Frau verbrachte ein paar Tage bei ihrem Freund, um dort Geburtstag zu feiern. Um Kater Xaver und ihre drei anderen Katzen wollte sich in dieser Zeit ihr Untermieter (39) kümmern. Alles ging gut, bis Tolgar O. zu Besuch kam. Der Untermieter wollte sich gerade eine Fertigpizza zubereiten und hatte den Ofen schon geheizt, als es klingelte. Die Männer setzten sich in die Küche. Dann musste der Untermieter kurz auf die Toilette. Als er zurückkam, traf er auf einen sichtlich vergnügten Tolgar O. „Was ist los?“ Tolgar O. sparte sich eine Antwort, grinste nur und deutete auf den Ofen. In dem schmorte Kater Xaver – bei inzwischen , wie die Polizei berichtet, aufgedrehten 250 Grad!

Der Untermieter öffnete sofort entsetzt die Backofentür und befreite das arme Tier. Xaver nutzte die Gelegenheit und raste trotz schwerster Verbrennungen davon. Eine Woche quälte sich der Kater mit seinen üblen Verletzungen – dann bemerkte eine Nachbarin (31), dass dem eineinhalb Jahre alten Tier übel mitgespielt worden war, und alarmierte die Polizei.

Als die geschockte Nadine K. schließlich von der Sache erfährt und mit Xaver zum Tierarzt eilt, ist nicht mehr viel Leben in dem Vierbeiner. Der Tiermediziner meint, dass man ihn wegen der starken Schmerzen wohl einschläfern muss. Doch Xaver ist zäh, nach zwei Wochen stationärer Behandlung hat er sich inzwischen wieder einigermaßen erholt. Nun pflegt ihn Nadine K. liebevoll, wäscht ihm jeden Tag die Wunden aus und cremt seine Pfoten.

Mit Tolgar G. hat Nadine K. übrigens schoneinmal schlechte Erfahrungen gemacht. „Auf einer Party erschien er, obwohl er nicht eingeladen war, und hat versucht unsere Wohnung abzufackeln.“ Danach wollte sie ihn in ihrem Zuhause eigentlich nie wieder sehen …

Quelle: DPA

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