Wo steckt der Doppelmörder Franz Müller von Rosenheim?

Wo steckt der Doppelmörder von Rosenheim?

801.09.10|Bayern|12 Kommentare
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Rosenheim - Doppelmörder Franz Müller ist noch immer auf der Flucht. Die Polizei sucht fieberhaft nach dem 48-Jährigen, der seine Ex-Frau (37) und seinen Sohn (3) umgebracht hat. Die Region um Rosenheim ist in Angst. Mit Video von rosenheim24.de:

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Der Mann ist zweifelsohne gefährlich, kennt keine Gnade – und hat nichts zu verlieren: Franz Müller (48). Am Montag brachte der Rosenheimer, der ursprünglich aus Siebenbürgen stammt, erst seine Ex-Frau mit unzähligen Schlägen um, danach erhängte er den gemeinsamen Sohn Marcus (3). Aus blanker Rache. Und noch immer fehlt von dem brutalen Mörder jede Spur.

Eine ganze Region zittert nun vor dem Verbrecher. Besonders da die Polizei im Volleinsatz ist, aber noch immer voll im Dunkeln tappt. Immer wieder werden ganze Gebiete nach Franz Müller durchsucht. So wurde unter anderem ein Waldgebiet bei Großkarolinenfeld auf den Kopf gestellt, weil ein Zeuge angab, den gesuchten Mörder dort im Gehölz gesehen zu haben. Der Einsatz verlief ohne Erfolg.

Zudem wurden gestern im gesamtem Gebiet von Rosenheim Fahndungsfotos mit dem Bild von Franz Müller ausgehängt. Fast genau zwei Tage nach der Tat! Stellt sich die Frage: Warum nicht früher? Auch alle Mülltonnen in den Straßen rund um den Tatort wurden nach Hinweisen durchsucht, in der ganzen Gegend kaum ein Stein auf dem anderen gelassen. Warum so spät? Am Tag der Tat sowie am Dienstag wurde nichts dergleichen unternommen. Insider schätzen es eher als unwahrscheinlich ein, dass sich Franz Müller jetzt noch in Rosenheim aufhält. Ein Fluchtplan des eiskalten Killers nach Österreich scheint wahrscheinlicher zu sein. Dort hat er nämlich Verwandte und könnte versuchen, unterzutauchen. Es gibt also jemand, der ihm helfen könnte. In Rosenheim war der bullige Mann eher als wortkarger Einzelgänger und Trunkenbold bekannt. Es gibt nur ein Problem: Der Mann hat kein Geld. Das müsste er erst „besorgen“.

Dass der gemeine Killer von Lacramioara und ihrem Sohn noch immer auf freiem Fuß ist, jagt vielen Menschen Angst ein. „Ich lass meine Kinder gerade nicht mehr alleine raus“, erklärte gestern beispielsweise tz-Leserin Maria L. aus dem Chiemgau. Und damit ist sie nicht allein. „Viele bleiben derzeit lieber zu Hause. Der Mann soll ja sogar bewaffnet sein.“ Davor warnte zumindestens die Polizei am Dienstag die Anwohner.

© AP/PolizeiWird von der Polizei gesucht: Doppelmörder Franz Müller (48).Wer ist dieser Franz Müller, der in Hermannstadt geboren wurde? Viel ist über ihn nicht bekannt. Die Polizei gibt sich zugeknöpft. Seit fast fünf Jahren lebt er nun in Deutschland, reiste aber auch immer wieder nach Rumänien. Einer geregelten Arbeit ging er nicht nach. Traurige Tatsache ist auch, dass er seine Frau Lacramioara, die er in Rumänien kennen lernte, jahrelang schlug und misshandelte. Sogar ins Gefängnis musste er deshalb einmal. Erst im Juni hatte sie ihren Mann wegen Beleidigung angezeigt, zwei Wochen später ihren Antrag aber wieder zurückgenommen. Warum? Man weiß es nicht. Dem Oberbayerischen Volksblatt sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft gestern übrigens: „Müller ist nicht gemeingefährlich und keine Gefahr für die Öffentlichkeit.“ Da stellt sich nur die Frage: Ob der Jurist nachts betet, dass er damit auch Recht hat?

Die zwei Kinder von Lacramioara, die Ferien in Rumänien machen, erfuhren gestern vom Tod der Mama. Sie haben jetzt niemanden mehr.

Armin Geier

Rubriklistenbild: © dpa

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