Protest gegen Gen-Mais in Andechs
202.02.09|Bayern|Facebook
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Andechs - Zu Füßen von Kloster Andechs (Landkreis Starnberg) haben Umweltorganisationen gegen den Anbau von Gen-Mais in Deutschland protestiert.

© dpa
Umweltschützer demonstrierten beim Kreisbauerntag in Kloster Andechs mit einer Puppe, die Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner (CSU) darstellen soll, gegen den Anbau von genverändertem Mais.
Unter dem Motto “Wer Gen-Mais sät, wird enttäuschte Wähler ernten“ wollten Vertreter unter anderem des Bundes Naturschutz in Bayern (BN) der Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) 45 000 unterschriebene Postkarten für ein Verbot von Gen-Mais zu übergeben. Aigner, die zu einem Kreisbauerntag nach Andechs gekommen war, verweigerte jedoch die Annahme der Postkarten und wollte die Pakete auch nicht im Kofferraum ihres Dienstwagens nach Berlin mitnehmen.
Die CSU-Politikerin sagte den Gen-Mais-Gegnern allerdings eine Prüfung des Anliegens zu. An die 200 Demonstranten hielten Transparente mit Aufschriften wie “Wir bleiben sauber - keine Gentechnik in Lebensmitteln und Landwirtschaft“ oder “Die Volksvertreter drücken sich“ in die Höhe. Eine überlebensgroße Puppe auf Stelzen, die Ilse Aigner darstellen sollte, säte aus einem Sack Maiskörner. Neben dem Bund Naturschutz hatten das Aktionsbündnis Zivilcourage und das Online-Netzwerk Campact die Aktion organisiert.
“Die Menschen in Bayern wollen keinen Risiko-Mais auf den Feldern, der sich unkontrolliert verbreitet. Jetzt muss Ministerin Aigner auf ihre Wähler hören und den Gen-Mais in Brüssel stoppen“, forderte Christoph Bautz vom Online-Netzwerk Campact laut Mitteilung. Gentechnik sei extrem unpopulär in Bayern - gerade auch unter CSU-Anhängern, unterstrich Bautz. “Ignoriert Aigner diesen Wählerwillen, wird ihr und der CSU dies erneut bei den Europa- und Bundestagswahlen auf die Füße fallen.“
Quelle: DPA
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