Oberpfaffenhofen: Ausbau vom Tisch

Staatsregierung beerdigt ihre ambitionierten Flughafen-Pläne – auch in Fürstenfeldbruck

Oberpfaffenhofen: Ausbau vom Tisch

009.12.08|Bayern|1 Kommentar
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Oberpfaffenhofen - Die Staatsregierung hat die umstrittenen Ausbaupläne für den Flughafen Oberpfaffenhofen beerdigt.

Die Anwohner können sich freuen: Die Staatsregierung hat die umstrittenen Ausbaupläne für den Flughafen Oberpfaffenhofen beerdigt.

© Schuhbauer von Jena

Die Anwohner können sich freuen: Die Staatsregierung hat die umstrittenen Ausbaupläne für den Flughafen Oberpfaffenhofen beerdigt.

Aus dem Landesentwicklungsprogramm wird die Ausbauoption für den Sonderflughafen gestrichen. Das teilte das Kabinett am Dienstag mit.

Auch die Umwandlung des Militärflugplatzes Fürstenfeldbruck in einen Zivilflugplatz wird aufgegeben. Grund der Änderungen ist, dass es neben dem internationalen Münchner Flughafen bereits die Verkehrsflugplätze Augsburg, Landshut und Manching gibt.

Oberpfaffenhofen soll unverändert als Werks- und Forschungsflughafen dienen. Das sei für die Staatsregierung wichtig, betonte Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP). Eine Weiterentwicklung des früheren Dornier-Werksflughafens durch zusätzlichen Flugverkehr oder Betriebserweiterungen sei aber verkehrspolitisch und landesplanerisch nicht erforderlich. Die Staatsregierung hatte über Jahre hinweg an der Ausbauoption für Oberpfaffenhofen festgehalten, obwohl sich vor Ort in der CSU heftiger Widerstand regte. Überlegt wurde eine Nutzung als möglicher Ausweichflughafen für Geschäftsflieger. Im Juli hatte das Luftamt Südbayern den Antrag auf eine Öffnung für den Geschäftsverkehr genehmigt. Nach einer Prognose hätte sich die Zahl der Starts und Ladnungen von 11 000 auf 33 000 verdreifacht! Mehrere Kommunen in der Umgebung klagten dagegen, darunter der Landkreis Starnberg.

In Fürstenfeldbruck wird es überhaupt keinen Fluglärm mehr geben. Die Gemeinde Maisach will das Militärgelände „nichtfliegerisch“ nutzen. Der Landtag hatte die Staatsregierung im Januar 2008 mit aufgefordert, das Maisacher Konzept zu unterstützen. Damit will die Staatsregierung Rücksicht auf die dichte Besiedlung im Raum München nehmen, wie Zeil sagte. Der Bedarf an Siedlungs- und Erholungsflächen steige in der Region.

Quelle: tz

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