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Luxus-Autos dürfen zurück zu "Herrchen"

Luxus-Autos dürfen zurück zu "Herrchen"

Poing - Drei Tage nach einer verhinderten Auto-Rallye für gut betuchte private “Rennfahrer“ haben die Besitzer ihre beschlagnahmten Autos am Sonntag von der Polizei zurück erhalten.

Nichts wie weg hier! Einer der Luxusschlitten verlässt das Gelände - die Schaulustigen staunen.

© Dziemballa

Nichts wie weg hier! Einer der Luxusschlitten verlässt das Gelände - die Schaulustigen staunen.

Ihren großen Auftritt hatte sich die PS-Schickeria doch so schön vorgestellt. Bei einer 72-stündigen Luxus-Rallye über deutsche Autobahnen wollten eine handvoll schwerreicher Autofreaks sowie zahlreiche deutsche B- und C-Promis mal so richtig Gas geben und nebenbei medienwirksam die Champagner-Korken knallen lassen. Doch die Regierung von Oberbayern und die Polizei machten der dekadenten Spaß-Fraktion einen ordentlichen Strich durch die Rechnung. Der „Rushh Drive 2008“ wurde für illegal erklärt und die 63 Nobelflitzer noch vor dem Start in einer Poinger Lagerhalle sichergestellt (tz berichtete).

Dort standen Ferrari, Lamborghini & Co. bis gestern. Am Sonntag durften die Möchtegern-Rennfahrer ihre sündhaft teuren Geschosse (Gesamtwert etwa 8 Millionen Euro) wieder abholen. Einzeln wurden die Fahrer den 250 Meter langen Weg vom Polizeibus, wo die Teilnehmer ihre Papiere vorzeigen mussten, von zwei Beamten in die Halle zu den Fahrzeugen eskortiert. Im 10-Minuten-Takt durften sie dann aus der Halle fahren, um ein eventuelles Rennen gleich von vornherein zu verhindern. Das Ganze unter den Augen einer Schar von Schaulustigen. die fleißig die aufgemotzen PS-Boliden knipsten.

Viele Teilnehmer, die gestern ihr Auto abholten, waren übrigens aus Düsseldorf angereist. Denn um der bayerischen Justiz zumindest ein wenig zu trotzen, waren die Rallyefahrer im eiligst gecharterten Party-Bus die geplante Rennstrecke (samt Aufenthalt in Luxushotels) abgefahren. Von München ging’s über Prag und Frankfurt nach Düsseldorf. Allerdings fanden die Bus-Reise wohl nicht alle Teilnehmer spaßig genug und reisten vorzeitig ab.

Einer der Teilnehmer versuchte sich gegen die Beschlagnahmung seines Fahrzeugs vor Gericht zu wehren. Der Erotik-Unternehmer Tobias Huch reichte vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof gegen die Sicherstellung seines Porsches Beschwerde ein – diese sei ohne richterlichen Beschluss grob rechtswidrig. Die Beschwerde wurde aber abgschmettert - angeblich wegen eines Formfehlers. Aufgeben will der verhinderte Rallyefahrer Huch aber trotzdem nicht: „Jetzt werden wir die Sache im Hauptsacheverfahren vor den Verwaltungsgerichten durchfechten.“

Sebastian Peterhans

Polizei verbietet "Rushh Drive 2008"

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Quelle: tz

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