Im Fall der ermordeten Münchner Parkhaus-Millionärin hat die Familie des Angeklagten eine Belohnung von 100.000 Euro für entlastende Hinweise ausgesetzt.

© Unfried
Hier geschah am 15.5.2006 der Mord an der Eigentümerin Charlotte Böhringer.
Es ist und es bleibt ein Verfahren der immer neuen Überraschungen: Gefühlsausbrüche jeder Art kennzeichnen den Prozess gegen Benedikt T. (33), der im Verdacht steht, seine schwerreiche Tante Charlotte Böhringer mit zwei Dutzend wuchtigen Hieben auf den Kopf ermordet zu haben. Erst trat der Angeklagte in den Hungerstreik. Am Dienstag überraschte sein Anwalt Peter Witting das Gericht und die Öffentlichkeit mit einer neuen Ankündigung: 100 000 Euro Belohnung setzt Benedikt T.’s Familie für Hinweise aus, „die zur Überführung des wahren Täters und damit zur Entlastung des Angeklagten führen.“ Peng. Das hat gesessen.
Der Mord geschah am Abend des 15. Mai 2006 in Charlotte Böhringers luxuriösem Penthouse über dem Parkhaus Baaderstraße 6 (Gärtnerplatzviertel), das ihr ebenfalls gehörte.
Drei Tage später wurde ihr Neffe verhaftet. Als Tatmotiv wird Geldgier angenommen. Benedikt T. bestritt die Tat von Anfang an, obwohl gewichtige Indizien gegen ihn sprechen. Er steht bereits seit Anfang Mai 2007 vor Gericht, trat am 21. April dieses Jahres aus Protest in den Hungerstreik und hat nach Angaben seines Verteidigers Peter Witting bereits mehr als 13 Kilo abgenommen,
dop.
Quelle: tz
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