Die Maximiliansstraße in Augsburg könnte nachts glatt als ein Außenposten von Balnearo 6, kurz: vom Ballermann, durchgehen: Lärm, zerbrochene Flaschen, torkelnde und grölende Feiernde, hier und da eine Prügelei.

© dpa
Döner gibt's in Augsburg nur noch bis 1 Uhr.
Nach Ansicht des Architekten Volker Schafitel, der die Auswüchse vehement kritisiert, „ist sogar der gute Ruf von Augsburgs stolzer Prachtmeile ganz gewaltig gefährdet“, sagte er der Augsbuger Allgemeinen.
Ein Bündnis aus Geschäftsleuten und Anwohnern, dem Schafitel angehört, fand Unterstützer bei der Stadt. Ein Maßnahmenkatalog gegen Sauferei und Grölerei wurde erstellt. Ein wichtiger Punkt des Aktionsplans: den Döner-Straßenverkauf ab 1 Uhr zu verbieten.
Doch nicht nur Straßen-Döner oder anderes Fastfood soll angeblich nach Mitternacht für Exzesse sorgen, sondern jegliche Art von Sachen, die dem Magen nicht immer gut tun: etwa hochprozentige Cocktails „to go“, also zum Mitnehmen. Deswegen ist das nun seit Anfang März auch verboten.
Weiter sieht der Maßnahmenkatalog vor, dass Wirte keine Cocktails aus Eimern mehr anbieten – allerdings auf freiwilliger Basis.
Die Stadt selbst lässt zudem die Straße regelmäßig durchwaschen, um die Abfälle und Erbrochenes schneller wegzubekommen. Ab Frühjahr solle dann der städtische Ordnungsdienst auf Nachtpatrouille gehen.
Ob all das hilft? Architekt Schafitel vom Aktionsbündnis sagte nach erstem Bekanntwerden des Plans: „Wir stehen voll und ganz hinter dem, was Ordnungsreferent Walter Böhm vorgeschlagen hat.“
Quelle: tz
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