1312.08.08|Bayern
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München - Er bezeichnet sich als „Informations-

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Bin ich denn schon draußen? Richard Gutjahr (35) fühlte sich in der analogen Welt aufgeschmissen.
Zwischen sechs und zehn Stunden pro Tag verbringt der BR-
„Ich bin dann mal offline.“ Mit diesen Worten verabschiedete sich Gutjahr in die Kommunikationssteinzeit, die gerade mal 15 Jahre zurückliegt. Überweisungsformular statt Online-
Schon am Wochenende begann die Zeitreise in die analoge Welt. „An den Nachrichten auf dem heimischen Anrufbeantworter konnte ich hören, wie sauer meine Freunde waren, dass ich nicht mehr ständig erreichbar bin“, so Gutjahr. „Heute gilt es auch als Selbstverständlichkeit, dass man umgehend auf eine SMS oder eine Mail antwortet. Früher konnte man sich ruhig eine Woche Zeit lassen, um einen Brief zu beantworten.“
Am Montag dann der erste Arbeitstag. Gutjahr soll zum Thema „Krank durch Handy und Computer“ recherchieren. Doch wie soll er ohne Computer und Google an entsprechende Studien, Fachartikel und Ansprechpartner gelangen? Übers Festnetz-
Und dann die ganz alltäglichen Probleme! Als Gutjahr einmal dringend telefonieren musste, fand er zunächst keine Telefonzelle. „Man hat ja gar nicht mitgekriegt, wie fleißig die Telekom die Dinger abgeschraubt hat“, stellt der gebürtige Bonner fest. Dann hing in der Zelle kein Telefonbuch. „Früher konnte ich mindestens die zehn wichtigsten Nummern auswendig, heute verlasse ich mich da voll auf mein Handy.“
IW.
"Rundschau Magazin", Dienstag, 12. August, 21 Uhr, BR
Quelle: tz