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Hitler-Abbild sorgt für Wirbel

Hitler-Abbild sorgt für Wirbel

Hütting - Ein 14-jähriger Bub hat ein Relief von Adolf Hitler in einer kleinen Höhle entdeckt. Das Bild sorgt seitdem für mächtig Wirbel.

© S. Schanz

Das Relief von Adolf Hitler hat fast 80 Jahre überdauert

Eigentlich wollte der 14-jährige Bub nur ein bisserl auf dem Rabenfelsen bei Hütting (nahe Neuburg) herumklettern. Doch dann passierte es: ein Fehltritt – und schwupps rutschte er in eine Felsspalte. Da sah er ihn: Adolf Hitler! Ein Konterfei des brutalen Diktators mitten in Stein gehauen – mitten in einer kleinen Höhle. Das Bild sorgt seitdem für mächtig Wirbel. Denn viele Bewohner der Region wollen nur eins: Dass es schnell wegkommt, bevor die Ewiggestrigen es entdecken.

Der Hitler in Stein – wo kommt er her? Fakt ist: Die Arbeit ist filigran. Seitenscheitel und Schnauzbart sind auf dem etwa 50 Zentimeter großen Porträt deutlich zu erkennen. Nur die Nase hat die Jahre nicht überdauert. Daneben steht die Zahl 33 – wohl das Entstehungsdatum des Bildes. Das Jahr der Machtergreifung also. Wie der Donaukurier herausfand, wurde das Relief von einem damals jungen Bildhauer in den Stein geschlagen. Der Nazitreue aus der Gegend wollte seine Zuneigung zu dem Machtpolitiker unter Beweis stellen. Über die Jahre wurde das Bild dann schlichtweg vergessen.

Als die Rettungskräfte den 14-Jährigen nun aus der Höhle befreiten, fiel auch ihnen sofort das Konterfei auf. Schnell machte die Geschichte vom Hitler-Felsen wieder die Runde. Sehr zum Leidwesen des Bürgermeisters vor Ort. „Wir wollen ja hier keine Wallfahrtsstätte für Neonazis haben“, erklärte er. Man behalte sich weitere Schritte vor. Andere sind da direkter: So fordern manche Bewohner Hüttings, dass das Bild sofort „weggeschlagen“ wird, um „den Irren ein für alle mal zu begraben“. „Ich würde es als Zeitdokument belassen“ erklärt hingegen Kreisheimatpfleger Manfred Veit gegenüber dem Donaukurier. Aber mit der Einschränkung, dass die Stelle „nicht öffentlich zugänglich ist“.

tz

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