Haderthauer: "Grüne sollten beichen gehen"

Haderthauer: "Grüne sollten beichen gehen"

622.08.08|Bayern|3 Kommentare
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Die CSU-Generalin Christine Haderthauer vergleicht im tz-Interview die Praktiken der Grünen mit DDR-Politik

CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer.

© dpa

CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer.

Frau Haderthauer, sind Sie froh, mit der Grünen-Forderung nach weniger Förderung der Kirchen durch den Staat jetzt ein neues Wahlkampf­thema zu haben?

Christine Haderthauer:Für seinen Vorschlag sollte Grünen-Fraktionschef Dürr eigentlich beichten gehen. Aber das setzt Reue voraus und die scheint ja nicht vorhanden zu sein. Bei den Grünen steckt hinter solchen Vorschlägen doch System: Erst wollten sie den verpflichtenden Religionsunterricht abschaffen, 2001 sogar fünf islamische Feiertage, darunter Mohammeds Geburtstag, in Bayern einführen. Dann wollten sie das Kruzifix in den Schulen verbieten und jetzt greifen sie das Konkordat mit der katholischen Kirche an. Das lässt nur eine Folgerung zu: Die Grünen wollen Bayern entchristianisieren. Aber so weit wird es nicht kommen, weil wir das als CSU nicht zulassen werden.

Aber wie erklären Sie einem Andersgläubigen, dass er mit seinen Steuergeldern den Münchner Erzbischof genauso hoch bezahlt wie den Oberbürgermeister?

Haderthauer: Wir haben in Bayern eine christlich-abendländische Tradition, die unsere Alltagskultur prägt. Die Kirchen übernehmen außerdem wichtige Aufgaben in der Gesellschaft – im sozialen Bereich, in Erziehung und Bildung, aber auch in der Alten- und Krankenpflege. Bayern ohne Kirche – das ist für mich unvorstellbar. Ich habe großen Respekt vor diesen Leistungen der bayerischen Bischöfe – sie sorgen mit für den Zusammenhalt der Gesellschaft und den Erhalt unserer christlichen Werte. Auch Papst Benedikt XVI. war einmal Bischof in Bayern – auf ihn können wir alle stolz sein!

Wäre es nicht bei einer wachsenden Zahl von Muslimen Zeit, auch ihren Moscheen Geld zu geben?

Haderthauer: Man kann doch nicht sagen, dass der Islam die selbe Bedeutung für Bayern hat wie das Christentum. Im Gegensatz zum Islam erbringen die christlichen Kirchen große soziale Leistungen für alle Menschen in Bayern.

Und wie steht’s um die Trennung von Kirche und Staat?

Haderthauer: Sowohl die bayerische Verfassung als auch das Grundgesetz haben einen klaren Gottesbezug. Das ist auch gut so. Das Christentum ist in Deutschland nicht irgendeine x-beliebige Religion. Unter dem Deckmantel der Multi-Kulti-Gleichmacherei wollen die Grünen die Kirchen aus dem öffentlichen Leben verbannen. Das gab es ja schon in der DDR.

Interview: Walther Schneeweiß

Quelle: tz

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