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Fall Ursula Herrmann: Haftbeschwerde abgelehnt

Fall Ursula Herrmann: Haftbeschwerde abgelehnt

Der mutmaßliche Entführer der kleinen Ursula Herrmann bleibt weiter in Haft.

In dieser Kiste wurde die kleine Ursula Herrmann versteckt gehalten.

In dieser Kiste wurde die kleine Ursula Herrmann versteckt gehalten.

Das Oberlandesgericht (OLG) München hat am Freitag die Haftbeschwerde des 58-Jährigen als unbegründet abgewiesen und eine gleichlautende Entscheidung des Landgerichts Augsburg bestätigt. Das OLG stufte die belastenden Indizien gegen den Beschuldigten als so gewichtig ein, dass von einem dringenden Tatverdacht ausgegangen werden müsse.

Der Fall Ursula Herrmann in Bildern

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  • kappeln In Kappeln wurde Werner M. geschnappt. Kaum ein Ort in Deutschland ist mit über 920 Kilometern von München weiter entfernt als das 10.000-Seelen-Städtchen
  • Niro Werner heißt der Laden von Werner M. in Kappeln: Vorne ist das Geschäft für Yacht- und Bootszubehör, hinten hat er gewohnt
  • Der hintere Teil von Werner M.s Haus: In der kleinen Hütte hat der 58-Jährige bayerische Schmankerl verkauft
  • Abendliche Hafen-Romantik in Kappeln: Der Ort ist die Kulisse für die ZDF-Serie "Der Landarzt"
  • Die Hartnäckigkeit und akribische Kleinarbeit haben sich gelohnt: Nach fast 27 Jahren hat das Team um Josef Geißdörfer (LKA) den Fall Ursula Herrmann gelöst. Alle Akten im Hintergrund drehen sich um diesen Fall
  • Ein Fotograf filmt bei der Pressekonferenz die Kiste, in der das Mädchen qualvoll ersticken musste, und das Fahrrad, mit dem Ursula Herrmann vom Turnunterricht heimradelte
  • Das Grab von Ursula Herrmann in Eching
  • Ein Herz aus Blumen auf dem Grab von Ursula Herrmann in Eching
  • Mit diesem Fahrrad war das Mädchen im Waldstück zwischen Schondorf und Eching unterwegs
  • Peter Burghardt, Sprecher des LKA, zeigt die Kiste, in der Ursula Herrmann so qualvoll im Wald erstickte
  • Peter Burghardt, Sprecher des LKA, mit dem Fahrrad des Mädchens und der Kiste, in der sie gefangen gehalten worden ist
  • Josef Geißdörfer vom LKA mit dem Fahrrad von Ursula Herrmann, dahinter ein Nachbau der Kiste, in der sie vergraben war
  • Die Kiste war auch in der Polizeiausstellung "Die vergessenen Fälle" im Jahr 1999 im Münchner Stadtmuseum zu sehen
  • In dieser Position wurde Ursula Herrmann in der Kiste gefunden
  • Polizisten haben 19 Tage lang nach dem Mädchen gesucht
  • Jede Menge Schokolade und Kekse hat der Entführer Ursula Herrmann mit in die Kiste gelegt
  • Der Entführer hatte Ursula Herrmann Groschenhefte mit in die Kiste gelegt
  • Erst 19 Tage nach der Entführung wurde die Leiche des Mädchens bei einer Suchaktion gefunden
  • Die Leiche der Schülerin Ursula Herrmann wird in einem Zinksarg wegtransportiert (Archivfoto vom 04.10.1981)
  • Einer der insgesamt drei Erpresserbriefe im Fall Ursula Herrmann, die mit aus Zeitungen geschnittenen Wörtern zusammengesetzt waren (Archivfoto vom 5.10.1981)
  • Ein Passbild der Zehnjährigen
  • Der Eingang des unterirdischen Verlieses in einem Waldstück bei Schondorf, das mit frisch gepflanzten Bäumen getarnt war
  • Ursula Herrmann aus Eching wurde am 4. Oktober 1981 tot in einer Kiste im Wald gefunden
  • Im Alter von zehn Jahren ist Ursula Herrmann aus Eching entführt worden und qualvoll in einer Kiste erstickt
  • Das Archivbild vom 5. Oktober 1981 zeigt die in einem Waldstück bei Eching am Ammersee (Landkreis Landsberg am Lech) vergrabene Holzkiste, in der die zehnjährige Ursula Herrmann am 4. Oktober 1981 tot aufgefunden wurde

vor

Der 58-Jährige war Ende Mai in Schleswig-Holstein verhaftet und nach Augsburg gebracht worden. Er soll 1981 die damals zehnjährige Ursula bei Eching am Ammersee entführt und in einer Kiste im Wald eingesperrt und vergraben haben. Das Mädchen war kurz nach der Entführung qualvoll erstickt. Der Beschuldigte bestreitet die Tat. Eine Anklage gegen ihn liegt noch nicht vor.

Als neues Indiz für die Täterschaft des Beschuldigten hatte die Staatsanwaltschaft ein Tonbandgerät vorgelegt, das bei den Erpresseranrufen eingesetzt worden sein soll. Spezialisten des Bayerischen Landeskriminalamtes wollen an dem Gerät technische Spuren gefunden haben, die genau zu Besonderheiten auf den Mitschnitten der neun Erpresseranrufe passen sollen. Der Beschuldigte hat dagegen erklärt, er habe das Tonband 2007 auf einem Flohmarkt im Weserbergland gekauft. Dafür gibt es nach Auffassung der Staatsanwaltschaft bislang keine Beweise.

Quelle: DPA

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