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Fall Ursula Herrmann: Familie klagt mit

Fall Ursula Herrmann: Familie klagt mit

Augsburg - Die Familie der bei einer Entführung vor 28 Jahren getöteten Ursula Herrmann tritt im Prozess gegen den mutmaßlichen Täter als Nebenkläger auf.

Ursula Herrmann erstickte qualvoll in einer Kiste.

© Polizei

Ursula Herrmann erstickte qualvoll in einer Kiste.

Ob die Eltern und der Bruder der damals Zehnjährigen auch persönlich am Prozess teilnehmen werden, sei aber offen, sagte der Vorsitzende Richter, Wolfgang Rothermel, am Freitag. Das Verfahren gegen den 58 Jahre alten Werner M. beginnt am 19. Februar vor dem Landgericht Augsburg. Ihm wird erpresserischer Menschenraub mit Todesfolge vorgeworfen, seine Ehefrau muss sich wegen Beihilfe verantworten. Beide bestreiten die Tat. Ursula Herrmann war 1981 gekidnappt worden und in einer Kiste im Wald erstickt.

Die Angehörigen hätten als Nebenkläger im Prozess ein Anwesenheitsrecht und könnten sogar Fragen an die Angeklagten und Zeugen stellen, erläuterte Rothermel. Am 24. März werden die Eltern dem Richter zufolge in jedem Fall im Gerichtssaal anwesend sein, da sie als Zeugen geladen sind.

Der Angeklagte soll im September 1981 die damals zehnjährige Ursula bei Eching am Ammersee entführt und in einer im Wald vergrabenen Kiste eingesperrt haben. In dem engen Gefängnis war das Mädchen qualvoll erstickt, weil die Belüftungsanlage nicht funktionierte. Mehr als 200 Zeugen sind zu diesem Prozess geladen, bis zum Jahresende sind 53 Sitzungen angesetzt.

Quelle: DPA

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