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Fall Klatten: Komplize bleibt in Haft

Fall Klatten: Komplize bleibt in Haft

Rom/Pescara - In dem Sex-Erpressungs-Fall um die Münchner Quandt-Erbin Susanne Klatten bleibt der mutmaßliche Komplize des tatverdächtigen Schweizers in Italien in Haft.

Die Ermittlungsrichterin Maria Gabriella Tascone wies am Dienstag im italienischen Pescara italienischen Presseberichten zufolge einen Antrag auf Haftentlassung zurück, den der Anwalt des Verdächtigten gestellt hatte. Auf den 68-Jährigen wartet in Italien ein Verfahren. In München prüfen die Ermittler unterdessen, ob die mutmaßlichen Betrüger weitere Gehilfen hatten. “Wir sind noch am Abklären, ob Mittäter im Spiel waren“, sagte Oberstaatsanwalt Anton Winkler.

Der 43-jährige Schweizer war im Januar in Österreich gefasst worden und sitzt seit März in München in Untersuchungshaft. Gegen ihn soll noch in diesem Jahr Anklage erhoben werden. Sein älterer Komplize soll die Romanze des Schweizers mit der Quandt-Erbin gefilmt haben. Mit den Fotos und Videos wurde Klatten dann erpresst, die Rede ist von einem zweistelligen Millionenbetrag als Erpressungssumme.

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Der Italiener war am 14. Juni unter dem Verdacht festgenommen worden, Mitglied einer internationalen Organisation von Betrügern, Erpressern und Geldwäschern zu sein. Sitz der Organisation soll nach den Erkenntnissen der Ermittler ein Haus in Pescosansonesco bei Pescara gewesen sein, das der Familie des Italieners gehört. Dort fand die Polizei bei einer Razzia Ende Mai 1,7 Millionen Euro in bar sowie etwa zehn Luxusautos, die aus den Geschäften der Erpresser stammen sollen. Neben dem Schweizer und dem 68-Jährigen sollen nach den Medienberichten noch deren Ehefrauen sowie die beiden 32 und 35 Jahre alten Kinder des Italieners in die Sache verwickelt sein.

Klatten, die als reichste Frau Deutschlands gilt, hatte sich mehrfach mit dem Schweizer in Hotels getroffen. Der Erpresser soll zunächst ein Darlehen von mehreren Millionen Euro gefordert, dann aber eine weit höhere Summe verlangt haben. Daraufhin sei Susanne Klatten zur Polizei gegangen, hatte ihr Sprecher erklärt.

Quelle: DPA

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