224.07.08|Bayern|4 Kommentare
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Der mutmaßliche Entführer von Ursula Herrmann, die 1981 grausam in einer in den Waldboden eingegrabenen Holzkiste erstickte, bleibt in Haft.

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Werner M. bleibt in Haft.
Eine Strafkammer des Augsburger Landgerichts hat die Haftbeschwerde von Werner M. (58), der am 28. Mai an der Ostsee unter dringendem Tatverdacht verhaftet worden war, verworfen. Wie die tz erfuhr, stützte sich das Gericht bei seiner Entscheidung auf eine Vielzahl von Indizien, darunter sind neue Spuren.
Dazu gehört beispielsweise das Fernglas, das neben dem Fahrrad des verschleppten Mädchens gefunden wurde. Werner M., damals schon unter Tatverdacht, hat stets bestritten je ein Fernglas besessen zu haben. Erst jetzt in Untersuchungshaft, als ihm die Aussagen einer Nachbarin sowie seiner damaligen Lebensgefährtin und jetzigen Ehefrau präsentiert wurden, gab er den Besitz zu. Ohne plausibel erklären zu können, warum ihm dies all die Jahre entfallen war.
Anfang der 80er Jahre hegte Werner M., ein leidenschaftlicher Segler, konkret Pläne für eine Weltumseglung mit seiner Lebensgefährtin. Dies, trotz hoher Schulden von deutlich über 100 000 Mark. Mehrfach hatte der Gerichtsvollzieher in seiner „Fernsehklinik“ in Utting angeklopft. Gegenüber Bekannten soll Werner M. in jener Zeit öfters von seinem Traum gesprochen haben, „mit einem Schlag zwei Millionen zu machen“. Tatsächlich hatte der Erpresser nach der Entführung des Mädchens am 15.September 1981 ein Lösegeld von zwei Millionen Mark gefordert.
Die Ermittler der „SOKO Ursula Hermann“ gewannen auch neue Erkenntnisse, was das alte Grundig-
Werner M., der seit einigen Jahren im schleswig-
Polizei und Staatsanwaltschaft verdächtigen außer Werner M. noch weitere drei Personen in den Entführungsfall „irgendwie“ verwickelt zu sein. So auch seine Ehefrau sowie ein inzwischen vom Ammersee nach Nordbayern verzogenes Ehepaar.
P. Richter
Quelle: tz