Aktenzeichen XY...ungelöst hat den Fall Ursula Herrmann am Mittwoch noch einmal aufgegriffen.

Werner M. gilt als verdächtig, Ursula Herrmann auf dem Gewissen zu haben. Aber reichen die Beweise aus?
Am Ende war es ein Tonband, das den mutmaßlichen Täter von Ursula Herrmann nach 27 Jahren überführte. Heute, sechs Wochen nach der Festnahme, sitzt Werner M. (58), der für den qualvollen Erstickungstod der damals 10-Jährigen verantwortlich sein soll, in
U-Haft. Aber reichen die Beweise aus, um ihn für immer hinter Gitter zu bringen? Die ZDF-Sendung Aktenzeichen XY...ungelöst hat jahrelang den Fall verfolgt – am Mittwoch um 20.15 Uhr erklärte der Augsburger Staatsanwalt Matthias Nikolai in der Sendung den Stand der Ermittlungen und zeigte sich sehr zuversichtlich. Er glaubt nicht daran, dass der Fall aus Mangel an Indizien wieder fallengelassen werden muss.
TV-Fahnder Zimmermann will damals unbedingt helfen. Der Fall, der ihn „völlig aus dem psychischen Gleichgewicht gebracht“ hat, wird sein Herzens-Fall. Er verspricht: „Wir werden den Kerl finden.“
Auch vor fünf Jahren, als viele den Fall schon im Geiste ad acta gelegt haben, will Zimmermann nicht aufgeben. Er kommt als Gast zu seinem Nachfolger Rudi Cerne in die Sendung und bittet um Hilfe. 2005 greift er das Thema in seinem Buch auf.
Im Mai 2008, als die Polizei den Mordverdächtigen in seiner neuen Heimat Kappeln in Schleswig-Holstein fasst, liegt Eduard Zimmermann im Krankenhaus. Aber er lässt ausrichten: „Das ist eine gute Nachricht. Ich freue mich sehr.“
Quelle: tz
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