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Die Chronik des kaltblütigen Verbrechens

Kleine Ursula starb bald nach Entführung - Die Ermittler verfolgten zigtausende Spuren

Die Chronik des kaltblütigen Verbrechens

Echin - Der spektakuläre Tod der damals zehnjährigen Ursula Herrmann – Das waren die wichtigsten Stationen des Verbrechens und der Tätersuche.

Der Eingang des unterirdischen Verlieses in einem Waldstück bei Schondorf, das mit frisch gepflanzten Bäumen getarnt war.

© dpa

Der Eingang des unterirdischen Verlieses in einem Waldstück bei Schondorf, das mit frisch gepflanzten Bäumen getarnt war.

15. September 1981:Es ist ca. 19.20 Uhr, als Ursula Herrmann von einem Besuch beim Onkel in Schondorf ins heimatliche Eching radelt. Zwischen Schondorf und Eching wird sie verschleppt. Der Täter sperrt sie in eine im Waldboden vergrabene Holzkiste.

Der Fall Ursula Herrmann in Bildern

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  • kappeln In Kappeln wurde Werner M. geschnappt. Kaum ein Ort in Deutschland ist mit über 920 Kilometern von München weiter entfernt als das 10.000-Seelen-Städtchen
  • Niro Werner heißt der Laden von Werner M. in Kappeln: Vorne ist das Geschäft für Yacht- und Bootszubehör, hinten hat er gewohnt
  • Der hintere Teil von Werner M.s Haus: In der kleinen Hütte hat der 58-Jährige bayerische Schmankerl verkauft
  • Abendliche Hafen-Romantik in Kappeln: Der Ort ist die Kulisse für die ZDF-Serie "Der Landarzt"
  • Die Hartnäckigkeit und akribische Kleinarbeit haben sich gelohnt: Nach fast 27 Jahren hat das Team um Josef Geißdörfer (LKA) den Fall Ursula Herrmann gelöst. Alle Akten im Hintergrund drehen sich um diesen Fall
  • Ein Fotograf filmt bei der Pressekonferenz die Kiste, in der das Mädchen qualvoll ersticken musste, und das Fahrrad, mit dem Ursula Herrmann vom Turnunterricht heimradelte
  • Das Grab von Ursula Herrmann in Eching
  • Ein Herz aus Blumen auf dem Grab von Ursula Herrmann in Eching
  • Mit diesem Fahrrad war das Mädchen im Waldstück zwischen Schondorf und Eching unterwegs
  • Peter Burghardt, Sprecher des LKA, zeigt die Kiste, in der Ursula Herrmann so qualvoll im Wald erstickte
  • Peter Burghardt, Sprecher des LKA, mit dem Fahrrad des Mädchens und der Kiste, in der sie gefangen gehalten worden ist
  • Josef Geißdörfer vom LKA mit dem Fahrrad von Ursula Herrmann, dahinter ein Nachbau der Kiste, in der sie vergraben war
  • Die Kiste war auch in der Polizeiausstellung "Die vergessenen Fälle" im Jahr 1999 im Münchner Stadtmuseum zu sehen
  • In dieser Position wurde Ursula Herrmann in der Kiste gefunden
  • Polizisten haben 19 Tage lang nach dem Mädchen gesucht
  • Jede Menge Schokolade und Kekse hat der Entführer Ursula Herrmann mit in die Kiste gelegt
  • Der Entführer hatte Ursula Herrmann Groschenhefte mit in die Kiste gelegt
  • Erst 19 Tage nach der Entführung wurde die Leiche des Mädchens bei einer Suchaktion gefunden
  • Die Leiche der Schülerin Ursula Herrmann wird in einem Zinksarg wegtransportiert (Archivfoto vom 04.10.1981)
  • Einer der insgesamt drei Erpresserbriefe im Fall Ursula Herrmann, die mit aus Zeitungen geschnittenen Wörtern zusammengesetzt waren (Archivfoto vom 5.10.1981)
  • Ein Passbild der Zehnjährigen
  • Der Eingang des unterirdischen Verlieses in einem Waldstück bei Schondorf, das mit frisch gepflanzten Bäumen getarnt war
  • Ursula Herrmann aus Eching wurde am 4. Oktober 1981 tot in einer Kiste im Wald gefunden
  • Im Alter von zehn Jahren ist Ursula Herrmann aus Eching entführt worden und qualvoll in einer Kiste erstickt
  • Das Archivbild vom 5. Oktober 1981 zeigt die in einem Waldstück bei Eching am Ammersee (Landkreis Landsberg am Lech) vergrabene Holzkiste, in der die zehnjährige Ursula Herrmann am 4. Oktober 1981 tot aufgefunden wurde

vor

18. September 1981:Ursulas Eltern Michael (43) und Anne­luise (41), erhalten einen Erpresserbrief. Die Adresse ist mit Schreibmaschine geschrieben, die Forderung nach zwei Millionen Mark Lösegeld mit ausgeschnittenen Buchstaben aufgeklebt. Wieder ein Schweige-Anruf.

21. September 1981:Wieder kommt ein Brief: Der Entführer fordert nach der Geldübergabe sechs Stunden Vorsprung und die Bereitstellung eines gelben Fiat 600. Er sagt, dass Ursula lebt. Ihr Vater bittet den Entführer um ein Lebenszeichen seiner Tochter. Sie soll ihm die Namen ihres Teddys nennen. Der Täter legt auf und meldet sich nicht wieder.

4. Oktober ’81:Die Polizei findet die Truhe, Ursula ist tot. Die Obduktion ergibt: Sie war schon kurz nach dem Kidnapping erstickt, da die Luftzufuhr mit Laub verstopft war. Die Kripo sucht zunächst nach einer geheimnisvollen Frau, die am 23. September ein Telegramm mit einer Durchhalte-Parole ausfüllte („Weitersuchen. Raffinierter Plan ermöglicht ihr durchzuhalten.“).

Ursula Herrmann: Verdächtiger in U-Haft

27 Jahre nach dem Mord an Ursula Herrmann aus Eching am Ammersee, hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. merkurtz.tv war für Sie vor Ort und hat die neuesten Informationen.

26. Januar ’82:Die Kripo stürmt die Wohnung von Werner M. (damals 33). Der Techniker, dessen Frau bei den Herrmanns als Putzfrau arbeitete, ist dringend tatverdächtig. Doch er wird wieder freigelassen.

September ’82:Ein Jahr nach dem Verbrechen hatte die Kripo 40 979 Fährten aber keine konkrete Spur. 11 000 Autos und 20 000 Fingerabdrücke überprüft, 100 000 Plakate verteilt – nichts! So geht es über die Jahre weiter.

Juli 2002:In der Kiste wurden acht Haare sichergestellt, aus denen gentechnische Fingerabdrücke erstellt werden können.

Oktober 2005:Ermittler gewinnen eine DNA-Spur von Haaren aus der Kiste.

2006: Ein in Taiwan inhaftierter Deutscher wird verdächtigt. Die Spur ist falsch.

Mai 2007: Eine DNA-Spur im Fall Böhringer scheint zum Fall Herrmann zu führen.

Mai 2008:Der Täter ist gefasst.

Quelle: tz

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