Echin - Der spektakuläre Tod der damals zehnjährigen Ursula Herrmann – Das waren die wichtigsten Stationen des Verbrechens und der Tätersuche.

© dpa
Der Eingang des unterirdischen Verlieses in einem Waldstück bei Schondorf, das mit frisch gepflanzten Bäumen getarnt war.
15. September 1981:Es ist ca. 19.20 Uhr, als Ursula Herrmann von einem Besuch beim Onkel in Schondorf ins heimatliche Eching radelt. Zwischen Schondorf und Eching wird sie verschleppt. Der Täter sperrt sie in eine im Waldboden vergrabene Holzkiste.
18. September 1981:Ursulas Eltern Michael (43) und Anneluise (41), erhalten einen Erpresserbrief. Die Adresse ist mit Schreibmaschine geschrieben, die Forderung nach zwei Millionen Mark Lösegeld mit ausgeschnittenen Buchstaben aufgeklebt. Wieder ein Schweige-Anruf.
21. September 1981:Wieder kommt ein Brief: Der Entführer fordert nach der Geldübergabe sechs Stunden Vorsprung und die Bereitstellung eines gelben Fiat 600. Er sagt, dass Ursula lebt. Ihr Vater bittet den Entführer um ein Lebenszeichen seiner Tochter. Sie soll ihm die Namen ihres Teddys nennen. Der Täter legt auf und meldet sich nicht wieder.
September ’82:Ein Jahr nach dem Verbrechen hatte die Kripo 40 979 Fährten aber keine konkrete Spur. 11 000 Autos und 20 000 Fingerabdrücke überprüft, 100 000 Plakate verteilt – nichts! So geht es über die Jahre weiter.
Juli 2002:In der Kiste wurden acht Haare sichergestellt, aus denen gentechnische Fingerabdrücke erstellt werden können.
Oktober 2005:Ermittler gewinnen eine DNA-Spur von Haaren aus der Kiste.
2006: Ein in Taiwan inhaftierter Deutscher wird verdächtigt. Die Spur ist falsch.
Mai 2007: Eine DNA-Spur im Fall Böhringer scheint zum Fall Herrmann zu führen.
Mai 2008:Der Täter ist gefasst.
Quelle: tz
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