Der Bagger-Crash von Landau

Der Bagger-Crash von Landau

2302.08.08|Bayern|3 Kommentare
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Landau an der Isar - Die Baustelle der sogenannten Quartiersgarage in Landau an der Isar ist ein Riesenprojekt.

Nach dem Unfall liegt der Bagger auf der rechten Seite.

© Stadt Landau

Nach dem Unfall liegt der Bagger auf der rechten Seite.

Und seit kurzem wartet die Stadt mit einem besonderen Schmankerl auf. Die Baustelle ist überhaupt die erste im Kreis Dingolfing-Landau mit einer eigenen Webcam. So lässt sich von den Bürgern toll vom Bürostuhl aus verfolgen, was die Arbeiter momentan so treiben. Und natürlich, wie der Fortschritt der Bauarbeiten verläuft. Dass das möglich wurde, war technischen Finessen zu verdanken. Über Richtfunk gelangten die Bilder ins Rathaus, und erst von dort wurden sie ins Internet eingespeist. Stadtbaumeister Hartl: „Die Webcam ist auf einem Nebengebäude angebracht und kaum zu sehen.“

Die Kamera selbst sieht dafür von oben umso mehr, und am Mittwoch kurz vor sieben Uhr abends nahm sie etwas auf, auf das alle eigentlich hätten verzichten können: Ein 118 Tonnen schwerer Bagger, der Grundpfeiler einrammen sollte, kippte um!

Hier steht er noch sicher auf seinen Ketten: Der Bagger rammt einen Grundpfeiler in den Boden.© Stadt LandauHier steht er noch sicher auf seinen Ketten: Der Bagger rammt einen Grundpfeiler in den Boden.Dabei wurde der Baggerführer leicht verletzt. Er hatte sich noch vor dem Umkippen mit seinem Sprung aus dem Führerhaus gerettet, erlitt Abschürfungen und Prellungen sowie einen Schock. „Die Erschütterung war noch in der rund 300 Meter entfernten Parallelstraße, der Ludwigstraße, zu spüren“, schilderte eine aufgeregte Anwohnerin dem Isar-Wochenblatt. Dass der Riesenbagger weder auf eines der Häuser noch auf die Straße fiel oder gar einen Bauarbeiter unter sich begrub, ist für alle ein kleines Wunder.

Noch am Abend kam Bürgermeister Sepp Brunner zur Baustelle, um sich über den Schaden zu informieren. Der ist momentan schwer zu beziffern, denn der Bagger soll noch auf der Baustelle liegen. Wahrscheinlich, so glaubt ein Polizist, muss er demontiert werden. Diese Aktion lässt sich dann leider nicht mehr vom Bürostuhl aus verfolgen, denn mittlerweile wurde die Webcam abgeschaltet. „Aus datenschutzrechtlichen Gründen“, wie es heißt.

Quelle: tz

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