Treffen sich vier Burschen im Wirtshaus. Sagt der eine: „Jetzt kenn’ ma doch glei’ Schafkopfen, oder?“ Fast schon logische Antwort: „Yes we can!“

© dpa
Politische Aufbruchstimmung, staatsmännisch ausgedrückt: "Yes, we can!"
Diese Szene mag frei erfunden sein, doch fest steht: Der Slogan von Amerikas neuem Präsidenten Barack Obama ist zum geflügelten Wort in ganz Bayern geworden – kaum ein Vereinschef, Funktionär, Politiker oder anderer Redenschwinger, der die drei Wörtchen nicht bemüht.
Jüngstes Beispiel: Politischer Aschermittwoch in Passau. Während Horst Seehofer vom Bayerischen Defiliermarsch begleitet in die Dreiländerhalle einzog, schwenkten CSU-Fans Schilder mit der Aufschrift „Yes we can – mit Horst“. Politische Aufbruchstimmung in staatsmännischer Manier ausdrücken: Das will ich auch, dachte sich Wolfgang Dandorfer, Ambergs Oberbürgermeister. Er zitierte in seiner Neujahrsrede zuerst Gorbatschow („Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“), um im nächsten Atemzug den Obama zu geben.
Selbst, als im Fasching verkleidete Hexen das Rathaus in Röhrmoos (Kreis Dachau) stürmten und Bürgermeister Hans Lingl entmachteten, war ihr Schlachtruf … ja, ganz genau, y … w … c ….
ast
Quelle: tz
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