Bamberg: Sex-Skandal weitet sich aus

Bamberg: Sex-Skandal weitet sich aus

210.08.08|Bayern|9 Kommentare
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Bamberg - Wählte einer der missbrauchten Schüler den Freitod als einzigen Ausweg?

Die Missbrauchsaffäre um den Bamberger Domkapitular Otto M. weitet sich aus: Wie das Nachrichtenmagazin Focus berichtet, überprüfe die Staatsanwaltschaft derzeit den Freitod eines ehemaligen Schülers von M. Der katholische Geistliche war jahrelang Leiter des Knabengymnasiums Ottonianum in Bamberg gewesen. In der Zeit von 1976 bis 1991 soll er vier Schüler sexuell missbraucht haben. Ehemalige Schüler sagten jetzt, dass sich einer aus Verzweiflung das Leben genommen habe.

Zudem prüfe die Staatsanwaltschaft den Hinweis, wonach der suspendierte Domkapitular und Personalchef des Erzbistums den Eltern eines anderen missbrauchten Buben 20 000 Euro gegeben haben soll. Das Geld soll M. als Hilfe für einen „bedürftigen Ottonianer“ deklariert haben.

Nach dem Aufruf, dass sich weitere Opfer melden sollten, meldeten sich jetzt zwei Pastoralassistenten des Erzbistums. Auch sie sollen von Otto M. im Internat missbraucht worden sein. Der Priester gibt weiterhin an, sich nicht an die Situationen erinnern zu können. Der Mann ist derzeit beurlaubt und hält sich laut Focus-Bericht in der Klosterabtei Münsterschwarzach auf.

Quelle: tz

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